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Historie



Die älteste Urkunde, die auf die Entstehung der Schützengilde Gildehaus hinweist, stammt aus dem Jahre 1721 oder 1821. Das Datum kann nicht mehr exakt entziffert werden. Doch wahrscheinlich trifft das erste Datum zu, denn I. A. Schneidler, Syndikus und Magazinverwalter der Grafen, berichtete in seiner "Bentheimer Chronik" aus den Jahren 1757 bis 1785 von folgender Begebenheit im Jahre 1764:

"der 12. Februar auf Sonntag Nachmittag circa halber drei Uhr ist der Erbprinz von Braunschweig = Wolfenbüttel Carl Wilhelm Ferdinand nebst seiner aus England abgeholten Gemalin der königlichen Prinzessin Augusta dahier im Posthaus arriviert und haben ihre Reise, nachdem diese Durchlauchten allhier offne Tafel gehalten und die Nacht geruhet gehabt des Montags, den 13. des Morgens mit anbrechendem Tag ihre Reise über Rheine auf Osnabrück fortgesetzt. Die Gildehauser sind alle geheiratet und ohngeheiratet, unterm Gewehr gewesen, desgleichen in Schüttorf. Allhier aber sind allein Junggesellen im Gewehr gewesen. Etliche derselben, nämlich 15 seind in blaue Uniform mit roter Weste rot und gelbe Grenadiermützen, vorne mit die 18 Bentheimer Pfenningen im Gold und mit Gold umsetzet. Die Gildehauser seynd auch etliche zu Pferd gewesen mit Gold gebordeten Hüten. Diese haben das hohe paar bei die Springbi le gewartet und auf die Müste eskortiert, wo die Bentheimsche Cavallerie diesselbe übernommen und in Bentheim begleitet."

Bereits im Jahr 1845 wurde nicht nur ein Schützen- sondern ein Volksfest gefeiert, an dem sich alle Vereine und die Bevölkerung beteiligten. Die ersten Feste wurden auf dem Platz der Baumwollspinnerei Hammer und Hoon gefeiert. Später, bis zur Wiedergründung im Jahre 1950, fanden die Feste und das Königsschießen im Cölljan bzw. in der Kaiserei statt. Die Anfänge der Wiedergründung entstanden im Herbst 1949 bei Thekengespächen in der Bahnhofsgaststätte. Nach weiteren Zusammenkünften fand die Gründungsversammlung 1950 in der Gaststätte Schütte-Hagelskamp statt. 1. Vorsitzender wurde Heinrich Rahe. Nach 1951 wurde dann auf dem vereinseigenen Schießstand "Am Sportplatz" geschossen. Gefeiert wurde in den Gaststätten "Zum Turm" (langjähriges Vereinslokal) und der Gaststätte Averes. Ab 1951 wurden der Königsball und andere Tanzveranstaltungen auf dem Festplatz Mühlenberg im Zelt gefeiert. Der vereinseigene Schießstand wurde 1975 zu einem Luft- und KK-Schießstand ausgebaut. Seit dieser Zeit findet das Königsschießen ebenfalls auf dem Mühlenberg statt. Der letzte König, der am Schießstand ermittelt wurde, war Bernhard Hagels im Jahre 1960.
 



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